Tipps für Gassigeher
Wie kann ich beim Hundebesitzer punkten?
Ein Hundebesitzer möchte Sie kennenlernen und Sie vereinbaren ein erstes Treffen. Und nun möchten Sie den bestmöglichen Eindruck hinterlassen. Sympathie spielt jetzt eine große Rolle, daher sollten Sie
- immer freundlich sein und aufgeschlossen
- hören Sie zu
- stellen Sie viele Fragen; das zeigt Kompetenz und Interesse (was mag er am liebsten, wo darf ich ihn von der Leine lassen, welche Parks kennt er schon, welches Futter braucht er, möchte er viel kuscheln...und und und)
- erzählen Sie über Ihre Erfahrungen mit Hunden, wenn Sie noch keine Erfahrungen gemacht haben, erzählen Sie, was für ein großes Interesse Sie haben oder wie tierlieb Sie sind. Vielleicht haben Sie auch Erfahrungen mit anderen Tieren z.B. mit Kleintieren oder mit Pferden
- was zeichnet Sie aus, z.B. Einfühlungsvermögen, eine strenge und konsequente Hand, treiben Sie gerne Sport? gehen Sie reiten und kann der Hund mitkommen? usw.
- versichern Sie, dass Sie immer erreichbar sind bzw. dass Sie sich schnell zurück melden, das zeigt Zuverlässigkeit
- denken Sie immer daran, der Hundebesitzer vertraut Ihnen, ein Familienmitglied an, und in den meisten Fällen auch seinen Wohnungsschlüssel
Welche Fragen sollte ich dem Hundebesitzer stellen? Checkliste für Gassigeher.
Sicherlich wird der Hundebesitzer Sie schon im Vorfeld über wichtige Dinge informieren, aber zeigen Sie ihm, dass Sie verantwortungsbewusst sind, mitdenken und sich vor allem informiert haben. Sie sind kein Profi, aber geben Sie dem Hundebesitzer das Gefühl, ihnen vertrauen zu können.
- Notieren Sie sich Name, Alter, Rasse
- Adresse, Tel. des Hundebesitzers privat und auf Arbeit, Kontaktdaten zu seinem Tierarzt, Notfallnummern (Nachbarn, Freunde, Verwandte)
- Nr. des Mikrochips
- Lassen Sie sich seinen Impfpass zeigen und fragen Sie nach Krankheiten
- Stellen Sie Fragen zu dem Hund/Besonderheiten etc.
- wie ist die Verträglichkeit zu anderen Hunden, mit anderen Tieren (Pferde, Katzen), mit Kindern
- wo darf ich den Hund von der Leine lassen, welche Parks kennt er
- reagiert er auf Futter, Stoffe, Pollen allergisch
- welche Kommandos beherrscht er, darf ich ihm neue Kommandos überhaupt beibringen
- darf der Hund Sport treiben
- wie reagiert der Hund auf Wetter (Regen, Schnee, Glätte, Hitze, Sonne)
- wo finde ich Handtücher zum Abtrocknen für den Hund
Ihr erstes Kennenlernen mit Ihrem neuen Gassihund
Hier noch ein Tipp für ein erfolgreiches Beschnuppern zw. Hund und Gassigeher:
Wenn Sie nun das erste Mal Ihren neuen Hund besuchen kommen, um sich zu beschnuppern, ignorieren Sie ihn ein wenig und begrüßen erstmal den Hundebesitzer und unterhalten sich kurz. Das gibt dem Hund Zeit, Sie zu beschnüffeln, Ihre Stimme wahrzunehmen und vor allem die Angst vor dem fremden Menschen zu verlieren.
Im nächsten Schritt hocken Sie sich hin und warten bis der Hund auf Sie zukommt, um Sie nun endlich begrüßen zu dürfen. Das nimmt dem Hund die Angst vor dem "Riesen". Hocken Sie immer seitlich von ihm und beugen Sie sich nicht über ihn drüber. Ein paar Leckerlies in der Hosentasche und die Hemmungen sind nun gefallen.
Probieren Sie, ihm das Geschirr oder Halsband anzulegen. Gehen Sie wieder in die Hocke, ihm seitlich zugewandt und warten Sie bis er auf Sie zukommt. Seien Sie dabei nicht hektisch und beugen Sie sich nicht über ihm. Wenn Sie Ihn dann noch an der Brust oder am hinteren Ende des Rückens kraulen, wird er Sie bestimmt schon sehr gerne haben. Drehen Sie am besten mit dem Besitzer und dem Hund eine kleine Runde und unterhalten sich über seine Vorlieben, seine Macken und seinem Charakter überhaupt.
Damit erreichen Sie, dass der Hund jede Angst/Scheu vor Ihnen verliert und gerne das nächste Mal mit Ihnen eine Runde alleine drehen wird.
Mit dem neuen Gassihund unterwegs - wichtige Verhaltensregeln
Für Ihren neuen Gassihund ist nun alles neu und ungewohnt. So schaffen Sie Vertrauen und Zuversicht, aber auch Sie lernen, Ihrem neuen Gassihund zu vertrauen:
- Führen Sie Ihren Gassihund die ersten Tage noch an der Leine, befreien Sie ihn erst von der Leine, wenn Sie sicher sind, er lässt sich von Ihnen abrufen, testen Sie ihn ggf. mit einer Schleppleine – zur Not können Sie ihn immer noch zum Stoppen bringen, in dem Sie sich schnell auf die Leine stellen
- Beobachten Sie stets Ihren Gassihund, um sich seinen Charakter und vor allem Eigenarten einzuprägen und darauf eingehen zu können. Wie ist seine Körperhaltung? Hunde können nicht sprechen, senden aber unheimlich viele Signale mit Ihrer Körpersprache
- Beobachten Sie ihn, wie er auf fremde Hunde reagiert und auch auf Menschen
- Was tut er, wenn Sie ihn rufen?
- Wie reagiert er auf Objektspiele?
- Wie verhält er sich im Auto, Bus und Bahn?
- nach jeden Spaziergang wird Ihr Hund ein wenig oder sehr ausgepowert sein, eine kleine Portion Fressen wird gut tun, eventuell reicht auch ein Schweineohr, Knochen oder Zahnpflegekauprodukt, im Sommer wird er sich auch über etwas saftiges oder kühlendes freuen wie z.B. 1-2 Möhren, Gurke, Apfelstücke oder eisgekühlter Frischkäse zum Auslutschen, so wird er sich auch auf sein zu Hause freuen und gewillter sein, wieder alleine zu bleiben – für die nächsten 2-3 Stunde wird er aber fest schlafen oder zumindest dösen und ruhig sein
Beobachten Sie Ihren Gassihund, um zu erkennen, ob er sich anders verhält als gewöhnlich, womöglich ist er krank, hat ein Leiden, reagiert gestresst
- hechelt er mehr, trinkt er mehr
- macht er mehr Pausen
- hinkt er mit den Pfoten, gerade im Winter kann sich der Vierbeiner verletzen, denn im Schnee und Matsch ist nicht immer zu erkennen, worauf man tritt, befreien Sie Ihren Gassihund von Schneeklumpen an den Füßen, denn das schmerzt beim Gehen, auch im Sommer sollten Sie Spaziergänge auf Asphalt vermeiden, da der Hund sich die Pfoten verbrennen kann, kühle Wiesen tun Abhilfe
- achten Sie im Sommer auf Pollenflug, einige Hunde reagieren allergisch, gerade an den Augen – sprechen Sie mit Herrchen darüber, was dann getan werden soll z.B. mit klarem Wasser hinterher ausreiben
- wirkt Ihr Hund plötzlich verängstigt oder aggressiv? Manche Hunde haben schmerzliche Knochenerkrankungen, die an verschiedenen Tagen wieder deutlicher werden, sprechen Sie auf jeden Fall mit dem Besitzer darüber
Hunde mit weniger Sozialverhalten:
- seien Sie niemals schreckhaft, ängstlich, nervös oder hektisch, wenn Sie Ihren Hund beiseite nehmen müssen, Ihre Empfindung überträgt sich auf den Hund und bestätigt ihn, in seinem Verhalten
- bleiben Sie ruhig und lenken Sie die volle Aufmerksamkeit auf sich, in dem Sie ihn mit hohen oder quietschenden und freudigen Tönen locken oder mit Stöckchen, Ball etc.
- machen Sie einen großen Bogen, wenn Ihnen ein Artgenossen begegnet und lenken Sie Ihren Hund dabei ab, so dass er nicht mitbekommt, warum Sie plötzlich einen Richtungswechsel machen
- können Sie dem Hund nicht aus dem Weg gehen, fordern Sie Ihren Hund auf Sitz zu machen, bleiben Sie ruhig und halten Sie ihn ggf. am Geschirr oder Halsband mit der Hand direkt fest, bleiben Sie sehr streng und ruhig mit Ihrem Hund, warnen Sie den anderen Hundeführer und bitten Sie ihn Rücksicht zu nehmen, warten Sie bis der andere Hund an Ihnen vorbei ist und geben Sie das Kommando zum weitergehen
- unterbinden Sie aggressives und dominantes Verhalten, seien Sie ein starker, selbstbewusster und konsequenter Gassigeher, er wird sie dadurch viel stärker respektieren und besser auf Ihre Kommandos reagieren
- um selbst entspannter Spazieren gehen zu können, können Sie Ihrem Gassihund auch einen Maulkorb ummachen, selbst wenn Herrchen es von Ihnen sogar verlangt, legen Sie Ihrem Gassihund den Maulkorb so um, als wäre es das normalste auf der Welt, gehen Sie mit dem Maulkorb so um, als würde Ihr Hund lediglich eine Brille tragen, damit erreichen Sie, dass auch Ihr Hund viel gelassener und selbstverständlicher damit spazieren gehen wird
- vergessen Sie aber neben aller Strenge Ihrem Hund gegenüber nicht, dass er immer noch ein Hund ist und spielen, in Ruhe schnuppern und auch laufen möchte
- er ist keine „Bestie“, sondern ein Hund, der schlechte Erfahrung gemacht hat, oder eine falsche Erziehung genossen hat
mit einer läufigen Hündin unterwegs:
- 4 Wochen sind eine lange Zeit, aber alle Hunde, sowohl Rüden als auch die läufige Hündin erleben einen enorme Stressphase, daher versuchen Sie Ihren Hund so wenig wie möglich zu stressen – andere Hündinnen können zickig reagieren, Rüden sind schwer abzuwehren
- meiden Sie Parks, in denen Sie mit Sicherheit Hunden begegnen würden, die anderen werden es ihnen danken
- wenn Sie die Hündin nicht halten oder führen können, oder Rüden von ihr abwehren können, dann sollten Sie mit einer läufigen Hündin auf keinen Fall spazieren gehen
- achten Sie auf die Stehzeit, in dieser Phase ist Ihre läufige Hündin sehr willig, einen Rüden an sich ranzulassen,
- wenn sich die Hunde tatsächlich paaren sollten – so schnell kann man gar nicht reagieren, wie es passiert – dann warten Sie, bis diese sich von alleine lösen, nun können Sie leider nichts mehr tun, die beiden sind miteinander verhakt und kommen nicht los, in der Regel dauert dies ca. 15-30min
- sprechen Sie sofort mit dem Hundebesitzer, dieser kann sich vom Tierarzt helfen lassen und eine Schwangerschaft verhindern
Hochsommer:
- immer wieder Gesprächsthema Nr. 1: Lassen Sie den Hund nicht eine Minute im Auto alleine, auch wenn die Fenster runtergekurbelt sind, wird es dem Hund zu heiß und er kann verdursten, ersticken oder einen tödlichen Schock bekommen
- vermeiden Sie Spaziergänge auf Asphalt, da der Hund sich die Pfoten verbrennen kann, kühle Wiesen tun Abhilfe
- achten Sie im Sommer auf Pollenflug, einige Hunde reagieren allergisch, gerade an den Augen – fragen Sie Herrchen, ob Sie die Stellen nach dem Spaziergang behandeln sollen
- Mittagsspaziergänge bis 16 Uhr sollten sich auf eine halbe Stunde beschränken, oder legen Sie sich mit dem Hund in den Schatten für die restliche Zeit, auch hier gilt: beobachten Sie Ihren Hund und gehen Sie nach Hause, wenn es für ihn zu viel wird
- gerade im Sommer gibt es nur eins: baden baden baden – sofern Ihr Hund Vergnügen daran hat, ansonsten halten Sie sich am Wasser auf, manche Hunde planschen auch nur gerne und kühlen sich somit die Pfoten
- da der Hund nur über sein Maul Wärme abgeben kann, verliert er sehr viel Feuchtigkeit, nehmen Sie reichlich Wasser auf Ihren Spaziergang mit oder halten Sie sich immer in der Nähe von Seen, Flüssen oder Bächen auf
- nun wird er viel getrunken haben, achten Sie darauf, dass er nochmal gassi macht, bevor Sie ihn nach Hause bringen
- wenn Sie Ihren Hund nach Hause bringen, dunkeln Sie die Zimmer ab, falls die Sonne zu sehr herein scheint, legen Sie ihm ein kühles nassen Handtuch auf den Boden, wenn er es mag und stellen Sie ihm wieder reichlich Wasser hin, ein feines Leckerlie zum Auslutschen direkt aus dem Eisfach z.B. eisgekühlter Frischkäse, wird ihn viel Freude machen, wenn Sie wieder gehen
Welpen bis max. 6 Monate
- in dieser Phase können die Hunde noch sehr unsicher, wenn nicht sogar ängstlich sein, geben Sie viel Einfühlungsvermögen, Sicherheit, Liebe mit. Er entwickelt jetzt erstes Vertrauen zu Menschen und kann noch schnell zu verschrecken sein, Vertrauen, Zuversicht, Gefühl für Sicherheit und Geborgenheit müssen erst aufgebaut werden
- wenige wichtige Kommandos sollten Sie Ihrem Hund dennoch beibringen wie „Sitz“, „Platz“, „Aus“, „Nein“ und vor allem „Komm“ oder „Hier“. Wenn er gehorcht loben Sie ihn im besonderen und überschwenglichen Maße
- von Anfang an ist es wichtig, das Sozialverhalten aufzubauen, daher suchen Sie jeden Kontakt zu anderen Hunden, nicht nur in seinem Alter und seiner Größe, auch Hunde, die viel größer sind oder auch erwachsene Hunde, die im Grunde gar keinen Drang zum Spielen oder zu jungen Hunden verspüren, so erreichen sie, dass Ihr Hund ein Gespür für Freund oder „Feind“ entwickelt, er lernt, mit diesen Situationen richtig umzugehen und entwickelt sich zu einem gelassenen und entspannten Hund, fremde Situationen machen ihm keine Angst, denn er weiß nun, wie er damit umgehen soll
- zeigen Sie ihm alles, was es zu sehen, riechen, ertasten gibt, auch wirklich merkwürdige Dinge, wie z.B. ein rumliegender Autoreifen, der auf Ihren Welpen gar bedrohlich wirken kann, zeigen Sie ihm, dass er vor nichts Angst haben muss
- auch andere Tiere wie Pferde, Enten, Hasen, Schafe etc. sollten niemals angebellt werden oder Grund sein zum Weglaufen
- Welpen sollten so wenig wie möglich Treppen steigen oder hinunter gehen, auf Anhöhen rauf oder runterspringen, ihre Knochen sind dafür noch nicht stabil genug
- auch Fahrrad fahren ist bis mindestens einem Hundejahr Tabu
- vermeiden Sie lange Spaziergänge, machen Sie viele Pausen, in denen er mit anderen Spielen kann, sich hinlegen oder sitzen kann, seine Ausdauer entwickelt sich von Tag zu Tag erst langsam
- sollte Ihr Welpe müde werden, beenden Sie den Spaziergang
Junghunde bis ca. 2 Jahre (oder älter)
- allmählich kommt der Welpe (ab ca. 6 Monate) nun in das „Rüpelalter“, alle Kommandos können nun vergessen sein, er versucht sich auszutesten und will seiner eigenen Wege gehen, jetzt heißt es: Aufpassen.
- seien Sie nun streng mit ihm und sehr diszipliniert, beschäftigen Sie sich weiterhin sehr viel mit ihm und geben Sie ihm die Möglichkeit, sich auspowern zu können, mit der eintretenden Sexualität beginnen nun die Hormone ihr Verhalten zu dominieren, diese Jungspunde haben nun enorm viel Energie, die dringend abgebaut werden muss, Ihr Hund stellt sonst allen möglichen Blödsinn an und es wird immer schwerer, ihn zu bändigen.
- mit 2 Jahren, bei einigen Hunden sogar 3 Jahre oder später sind sie ausgewachsen, nun sollte der Hund alles können, was Ihnen wichtig ist, jedoch sollten Sie die Erziehung nicht vernachlässig, ständiges Auffrischen ist enorm wichtig, es festigt seinen Charakter und stärkt die Beziehung zwischen Ihnen, es liegt in der Natur des Hundes, den Rudelführer immer wieder zu testen, ob er stark genug ist, das Rudel auch führen zu können, sollte er spüren, dass sie schwächeln, wird er versuchen, in irgendeiner Form Ihren Platz einzunehmen
- seien Sie stets die Person, die das Sagen hat, bestimmen Sie, wo lang sie gehen, bestimmen Sie, wann gespielt wird und wann Schluss ist, Loben Sie ihn und maßregeln Sie ihn, lassen Sie keine Ausnahmen zu
- zwischen Ihnen und Ihrem Hund entwickelt sich so eine wundervolle Partnerschaft mit gleichwertigen Respekt
alte Hunde – sollten Sie tatsächlich auch einen alten Hund betreuen, gelten auch hier bestimmte Verhaltensregeln
- alte Hunde oder sehr alte Hunde haben ein wenig Narrenfreiheit
- bringen Sie ihm den richtigen Respekt entgegen, er hatte seine Zeit, alles zu lernen, um ein treuer Begleiter zu sein, jetzt liegt es an dem Menschen, ihm zu danken und ihm den restlichen Lebensabschnitt so angenehm wie möglich zu gestalten
- wenn er jetzt nicht die Kommandos beherrscht, tun Sie ihm und sich selbst keinen Gefallen damit, es beizubringen
- lassen Sie ihn soviel schnüffeln wie er will, womöglich ist es das Einzige, was er noch kann oder ihm Freude bereitet, in den meisten Fällen sind diese Hunde nicht sehr am Spielen interessiert, ob mit Herrchen oder anderen Hunden
- warten Sie bis er soweit ist und setzen dann den Spaziergang fort
- achten Sie auf Leiden, sprechen Sie ausführlich mit dem Hundebesitzer darüber, seien Sie geduldig und verständnisvoll mit Ihrem alten und oftmals kranken Hund
- verhält Ihr Hund sich anders, als Herrchen erzählte, reden Sie mit ihm darüber
- wenige Hunde suchen sich auch einen Platz zum Sterben, ob zu Hause oder draußen, lassen Sie ihn daher nie aus den Augen
- jetzt kann alles ganz schnell passieren und das Ende rückt immer näher, Herrchen sollte eventuell dringend wieder seinen Tierarzt aufsuchen
weggelaufener Hund – was nun?
- keine Panik, bleiben Sie ruhig!
- in den meisten Fällen, haben Sie Wild aufgestöbert, Beagle z.B. folgen nur ihrer Nase und lassen sich schwer abrufen, oder der Hund hat Sie aus den Augen verloren, in den seltenen Fällen haben Sie den Hund ohne Absicht verschreckt z.B. einen Welpen und er ist ohne Plan weggerannt
- vorbeugende Maßnahmen:
- beachten Sie den ersten Punkt der Verhaltensregel:
"Führen Sie Ihren Gassihund die ersten Tage noch an der Leine, befreien Sie ihn erst von der Leine, wenn Sie sicher sind, er lässt sich von Ihnen abrufen, testen Sie ihn ggf. mit einer Schleppleine – zur Not können Sie ihn immer noch zum Stoppen bringen, in dem Sie sich schnell auf die Leine stellen" - benutzen Sie Wiedererkennungswert z.B. ein besonderer Pfiff oder eine besondere Melodie, die Sie pfeifen, ein spezieller Ton, den Sie von sich geben, eine Hundepfeife oder Trillerpfeife, es ist egal, was Sie verwenden, der Hund verknüpf den speziellen Laut/Ton mit Ihnen
- lassen Sie sich von Herrchen alles wissenswerte erzählen, um so ein Gespür für den Hund zu bekommen und zu erahnen, woran es liegen kann, dass er weggelaufen ist
- gehen Sie in Parks spazieren, die Ihr Hund kennt bzw. halten Sie sich anfangs in der gewohnten Umgebung auf
- beachten Sie den ersten Punkt der Verhaltensregel:
- gedulden Sie sich 15-30 min und rufen oder pfeifen Sie nach Ihrem Hund
- bleiben Sie dort stehen, wo Ihr Hund Sie zuletzt gesehen hat, die meisten Hunde kommen immer dahin zurück
- Ist Ihr Hund länger als 30 min verschwunden, rufen Sie die nächste Polizeiwache an, hier die Telefonnummer der Polizei Zentrale in Hamburg: 040 428650 Sie werden dann durchgestellt, geben Sie den Sachverhalt durch und beschreiben Sie den Hund, vielleicht wurde er schon gefunden, gemeldet oder sogar abgegeben
- zu 90 % der weggelaufenen Hunde werden noch am selben Tag wieder gefunden, von Ihnen selbst oder von anderen Tierfreunden
- manch weggelaufene Hunde hängen sich an einem anderen Hund und dessen Herrchen wird Ihren Hund dann melden
- oft kann es auch passieren, dass die Hunde erst abends wieder aufgefunden werden
